Rasches Handeln im Augarten nötig

Der Entfernung des „Nie wieder“-Schriftzugs muss nachgegangen werden

Wien (OTS/SPW-K) – Die stv. Bezirksvorsteherin der Leopoldstadt, Astrid Rompolt (SPÖ), reagiert betroffen auf die Entfernung des „Never again“-Graffitos im Augarten. „Der antifaschistische Konsens ist ein Pfeiler der Zweiten Republik“, so Rompolt. „An einem von den Nazis hochgezogenen Flakturm hat ein entschlossenes ‚Nie wieder’ ein besonderes symbolisches Gewicht. Es ist traurig, dass diese Botschaft anlässlich des Erntedankfests der Jungbauernschaft jemanden so sehr stört, dass er sie klammheimlich entfernt.“

Möglicherweise sei der bevorstehende Auftritt des ÖVP-Chefs bei dem Fest ein Beweggrund für die Entfernung durch Unbekannte gewesen. „Jetzt muss sich kein rechtsaußen stehender Politiker auf der Bühne vor diesem Spruch zeigen“, merkt Rompolt an und fordert die zuständige Burghauptmannschaft auf, den Vorgang raschestmöglich aufzuklären und das Kunstprojekt zu restaurieren.

„Auch wenn die Burghauptmannschaft im ÖVP-geführten Wirtschaftsministerium angesiedelt ist, muss sie hier mitziehen“, so Rompolt. „Sie darf nicht wieder mit zweierlei Maß messen, wie sie es bei der Genehmigung des Augartenlaufs getan hat.“ Die Veranstaltung mit knapp 500 TeilnehmerInnen wurde unter Verweis auf mögliche Lärmentwicklung monatelang nicht genehmigt. An derselben Stelle findet am Wochenende das ÖVP-Erntedankfest mit erwarteten 10.000 BesucherInnen statt. „Während unsere LäuferInnen monatelang hingehalten wurden, scheint eine Großveranstaltung mit Blasmusik aus Sicht der Burghauptmannschaft für die AnrainerInnen kein Problem zu sein. Diese Schieflage ist ungerecht“, so Rompolt.

„Ich erwarte mir in Zukunft rascheres Handeln im Sinne der Bevölkerung“, stellt Rompolt klar. „Es steht schließlich auch der ÖVP gut zu Gesicht, bei ihren Feiern ein ‚Never again’ im Auge zu behalten, gerade vor der kommenden Wahl.“

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